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Einführung in die Archäometrie by Dr. Bernd Kromer (auth.), Prof. Dr. Günther Wagner (eds.)

By Dr. Bernd Kromer (auth.), Prof. Dr. Günther Wagner (eds.)

Archäometrie befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden und Konzepte zur Lösung archäologischer Fragestellungen. Damit ist sie ein weites Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften.
Archäologen, Physiker, Chemiker, Bio- und Geowissenschaftler geben einen Überblick über den heutigen Stand der vielfältigen archäometrischen Ansätze, wobei die einzelnen Beiträge sowohl die Grundlagen behandeln als auch anhand von Fallbeispielen die Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen.
Die behandelten Themen umfassen Materialanalytik, Datierung, geophysikalische Prospektion, Archäometallurgie, Molekulargenetik, geoarchäologische Umweltrekonstruktion und Kulturentwicklung durch Klimawandel.

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Somit sind natürliche Feuer selten für die Erhitzung von Feuerstein im Zusammenhang mit einer archäologischen Fundstelle verantwortlich. Ein natürliches Feuer würde zumeist eine großflächige Erhitzung auch des Steinmaterials bewirken, was zumeist im Widerspruch zum archäologischen Befund der ungleichmäßigen Verteilung bzw. B. Alperson-Afil et al. 2007). Für die TL-Datierung an sich ist der Grund der Erhit- 34 Daniel Richter zung in der Regel nicht relevant, da die Zeitdifferenz zwischen einem natürlichen Feuer und der Ablage der zu datierenden Artefakte im Vergleich bis heute nicht signifikant ist.

Damit ist es möglich, feinere und filigranere Steinwerkzeuge auch aus “schlechterem“ Rohmaterial herzustellen. Allerdings sind die in Experimenten ermittelten Temperaturen meistens zu niedrig, um die TL-Datierung zu ermöglichen. 2 Thermolumineszenzdatierung von erhitztem Feuerstein Der Begriff des Feuersteins wird hier in einem weiten Sinne, synonym zum französischen ’Silex’ verwendet. Dies sind Gesteine, bei denen Quarz das vorwiegende Mineral in einem kryptokristallinen Gefüge ist. Solche Materialien bilden den Großteil der von frühen Menschen verwendeten Gesteine zur Herstellung von Werkzeugen.

Oberhalb des basalen helleren Kolluviums ist ein durch Holzkohleflitter gräulich gefärbtes Kolluvium eingeschaltet, das auf Brandereignisse schließen lässt. Neben Phasen der aktiven Landschaftsformung durch Bodenerosion und Kolluviation sind in dem Bodensedimentarchiv zwei Phasen der geomorphologischen Ruhe dokumentiert: Im unteren hellen Kolluvium werden durch hydromorphe Prozesse die Spuren ehemaliger Eichenwurzeln nachgezeichnet; am Top des tonreicheren Kolluviums zeigen aufgehellte Partien im Bereich früherer Pflanzenwurzeln den bakteriellen Abbau von organischem Kohlenstoff, Phosphat und aktiven Eisen-Oxiden an.

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